Zylinderkopfdichtung
Zylinderkopfdichtung
Zylinderkopfdichtungen sind ein wichtiger Bestandteil fast aller Verbrennungsmotoren. Sie dienen der zuverlässigen Abdichtung des Zylinders und der durch den Zylinderkopf verlaufenden Öl- und Kühlwasserkanäle. Die Zylinderkopfdichtung ist aber auch ein wichtiger Faktor bei der Kraftverteilung im Verbrennungsmotor, da sie nicht nur für die Abdichtung, sondern auch für die Kraftübertragung zwischen Brennraum und Zylinderkopf zuständig ist.
Die Zylinderkopfdichtung ist bei laufendem Betrieb sehr hohen Belastungen ausgesetzt, da sie in dem Bereich des Motors eingesetzt werden, der den höchsten Temperaturen und dem höchsten Druck ausgesetzt ist. Da im Zuge des Fortschritts in der Herstellung von Verbrennungsmotoren auch die Ansprüche an die Dichtungen stetig gestiegen sind, da mit einem immer höheren Zünddruck gearbeitet wird, erfordert die Produktion von Zylinderkopfdichtungen heutzutage eine große Sorgfalt und stellt hohe Ansprüche an Werkzeug und Ausgangsmaterial.
Während in den Anfängen des Baus von Verbrennungsmotoren noch sehr einfache Zylinderkopfdichtungen, beispielsweise aus Kork, verwendet wurden, werden Zylinderkopfdichtungen heute größtenteils aus Metall gefertigt.
Bei diesen Metalllagen-Zylinderkopfdichtungen wird ein Federstahl mit speziellen Eigenschaften hinsichtlich Elastizität und Härte mit Aussparungen für den Brennraum und die Öl- und Kühlkanäle versehen. Exakt platzierte, rinnenförmige Vertiefungen um die Aussparungen, sogenannte Sicken, ermöglichen die abdichtende Wirkung. Die direkten Dichtungsbereiche werden meist zusätzlich mit einem Dichtmittel beschichtet. Die Stärke der Beanspruchung bestimmt die Anzahl der verwendeten Metalllagen. So kommt ein normaler Benzinmotor meist mit einer Lage aus. Bei einem modernden Turbo-Diesel, der mit einem extrem hohen Zünddruck arbeitet, können bis zu fünf Lagen zum Einsatz kommen.